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Stressmanagement

Rolle der Führungskräfte

 

Stress vermindert die Leistungsfähigkeit und stellt gesamtgesellschaftlich wie auch in Unternehmen einen hohen Kostenfaktor dar. Zur Vermeidung von Krankenständen und Sicherung der Arbeitnehmergesundheit ist Stressmanagement heute unverzichtbar. Dabei kommt Führungskräften eine besondere Rolle zu.

 

Alle Welt redet von Stress - doch was steckt eigentlich konkret dahinter? Stress an sich ist lebenswichtig: Er macht den Menschen sprungbereit und ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf außergewöhnliche Situationen. Die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin werden ausgeschüttet, der Blutdruck steigt, Herzfrequenz und Muskelspannung erhöhen sich, der gesamte Organismus befindet sich in Alarmbereitschaft. Ein Relikt aus Zeiten, in denen unsere Urahnen noch in freier Wildbahn lebten, und das ihnen half, im Angesicht von Säbelzahntigern und unfreundlichen Exemplaren der eigenen Gattung zu überleben.

 

Stress kann, muss aber nicht immer negativ sein. Stress entsteht, wenn uns eine Bedrohung, ein Verlust oder eine Herausforderung emotional aus dem Gleichgewicht bringt und wir das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren. Das Kind, das gerade noch an unserer Hand geht, reißt sich los und läuft plötzlich Richtung Straße. Eine Arbeit muss möglichst schnell erledigt werden, während das Telefon ständig klingelt. Hier handelt es sich um negativen Stress, den so genannten Disstress. Ein Erlebnis wie ein unerwartetes Lob hingegen, das uns aus dem Alltagstrott reißt und schweben lässt, oder auch Verliebtsein - beides sind Stressformen, die der Fachmann als positiven Stress, als Eustress bezeichnet. Disstress und Eustress: Beide gehören zum Leben und machen uns, wenn sie im gesunden Ausgleich auftreten, glücklich.

 

Während Eustress die Leistungsbereitschaft erhöht, kann dauerhafter Disstress zu gesundheitlichen Problemen führen. Nicht zu vergessen: Jeder geht anders mit Stress um. Der eine blüht bei hoher Anforderung geradezu auf und ist zu Höchstleistungen fähig, der andere leidet bereits unter einer geringfügig höheren Belastung. Für alle Menschen gilt, dass belastende Umweltbedingungen wie Lärm, aber auch Über- oder Unterforderung und mangelnde Anerkennung im Privat- wie im Arbeitsleben zu Stress führen können. In der Arbeitswelt zählen zudem unklare Aufgabenstellungen, ein geringer Handlungsspielraum oder auch unangemessenes Verhalten von Vorgesetzten und Kollegen zu den bekanntesten Stressauslösern.

 

Aus der Daueranspannung, dem chronischen Stress, kann Erschöpfung werden. Ist sie lang anhaltend und begleitet von körperlichen Anzeichen wie Schlaf- und Konzentrationsstörungen sowie Leistungsabfall, sollte von den Betroffenen ein Arzt aufgesucht werden, da ein behandlungsbedürftiges Burnout-Syndrom vorliegen kann. Chronischer Stress ist zudem Wegbereiter für funktionelle Störungen und Erkrankungen des Verdauungs-, Immun- und Nervensystems sowie des Herz-Kreislauf-Systems. Insgesamt Diagnosen, die besonders in Unternehmen zu hohen Kosten durch Krankenstände führen. Kurse wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Yoga, Tai Chi und Qi Gong können Stress mindern und den Umgang damit dauerhaft verbessern.

 

Die Daimler BKK bezuschusst die Gesundheitskurse der Volkshochschule („vhs - gemeinsam Gesundheit erleben"), Kurse in Sportvereinen, die das Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit" tragen, sowie eine Vielzahl weiterer Angebote je nach Standort, die der Vorbeugung dienen. Hilfreich bei der Suche nach einem geförderten Angebot ist die Kursdatenbank der BKK im Internet. Dort lässt sich ganz gezielt nach einem Gesundheitskurs in Wohnortnähe suchen.

 

Unter http://www.daimler-betriebskrankenkasse.com/ erhalten Interessierte auch Informationen zu weiteren Gesundheitsthemen. Und selbstverständlich stehen die Kollegen der BKK gern persönlich für Fragen zur Verfügung.

 

 


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