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Vater werden!

Für viele Paare ist Familienplanung eine bewusste Entscheidung...

... - manche trifft es aber unvorbereitet. Die Frauen nehmen ihre Schwangerschaft schon in den ersten Wochen bewusst wahr und können sich somit darauf vorbereiten. Außerdem werden sie durch die Frauenarztbesuche gut beraten und unterstützt. Die Männer dagegen bleiben außen vor. Sie bekommen keinen dicken Bauch, leiden nicht unter Hormonveränderungen und Stimmungsschwankungen und müssen sich auch nicht vor der Geburt fürchten. Sie sollen nach der Geburt einfach da sein. Vor allem aber beim ersten Kind sind die Veränderungen im Alltag gravierend.

 

Wie können sich die werdenden Väter also auf die Schwangerschaft vorbereiten?

Man kann sich eigentlich nicht im Einzelnen darauf vorbereiten. Es gibt trotzdem Möglichkeiten, wie die Männer mit der Schwangerschaft ihrer Partnerin, der Geburt und vor allem mit der Zeit danach gut klarkommen.

 

Zuerst sollten werdende Väter sich informieren, wie eine Schwangerschaft überhaupt verläuft. Dazu gibt es unzählige Bücher und Magazine, aber auch das Internet bietet eine gute Möglichkeit zu schnuppern und auch eventuell Erfahrungsberichte anderer Väter zu lesen. Sie wissen dann nicht nur Bescheid, sondern können ihre Partnerin besser verstehen und  unterstützen.

 

Empfehlenswert sind auch die Schwangerschaftsvorbereitungskurse. Bei den Kursen lernen die Paare nicht nur wie man eine Windel anlegt oder das Kind badet, sondern erfahren auch Nützliches über die Geburt und das Wochenbett. Außerdem werden dort entspannenden Gymnastikübungen und Massagen vorgestellt und erklärt.

 

Die Geburt - worauf sollten die Väter achten?

Auch für die werdenden Väter ist die Entbindung sehr anstrengend. Sie müssen hilflos danebenstehen, während ihre Partnerin Schmerzen erleidet und mit den Nerven am Ende ist.

 

Da man die Dauer der Geburt vorher nicht einschätzen kann, sollte man auf Folgendes achten:

 

  • Ziehen Sie sich bequem und nicht zu warm an (im Kreissaal ist es sehr warm)
  • Packen Sie sich etwas zu essen und zu trinken ein oder Kleingeld, damit Sie sich eventuell etwas kaufen können
  • Digitalkamera oder Kamera und Film (falls erwünscht) mitnehmen
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Handy ausgeschaltet bleibt.

 

Wenn alles vorüber ist, ergreifen Sie die Initiative und schränken die Anzahl der Besucher ein. Häufig sind die Mütter mit den zahllosen Besuchen überfordert, trauen sich aber nicht, dies zu sagen. Zusätzlich kommt nach ungefähr 3 Tagen nach der Entbindung der so genannte Baby-Blues oder einfach „Heultag" . Die Phase geht meistens schnell vorüber. Währenddessen können die Männer aber nicht viel ausrichten, außer die Partnerin in den Arm zu nehmen und bei ihr zu bleiben.

 

Was passiert zu Hause?

In den ersten Wochen ist die Mutter sehr müde und erschöpft. Für den Partner bleibt keine Zeit, weil das Baby schon ihren vollen Einsatz fordert.

In dieser Phase sind die meisten Männer froh, wenn sie der ganzen Situation durch ihre Arbeit wenigstens zeitweise entfliehen können.

 

Hier können die Männer aktiv mithelfen. Sie können und sollten Aufgaben übernehmen, wie das Baden und Wickeln des Kindes, eventuell auch kurze Spaziergänge unternehmen, damit die Mutter mal eine Stunde in Ruhe schlafen kann.

 

Diese Zusammenarbeit vermeidet nicht nur mögliche Partnerschaftskonflikte, sondern sorgt für ein Gleichgewicht, was die Kinderfürsorge betrifft. Finden Sie einen eigenen Weg mit dem Umgang mit Kind. Das muss Ihre Partnerin einfach akzeptieren. Ob der richtig ist, erkennen Sie an der Zufriedenheit Ihres Kindes.

 

Wann darf man wieder Geschlechtsverkehr haben?

Theoretisch ist Sex schon nach ca. sechs Wochen möglich, nachdem der  Wochenfluss vorbei ist und Risse oder Schnitte verheilt sind.  Praktisch gesehen wird Ihre Partnerin aber wahrscheinlich eher keine Lust verspüren. Das liegt zum Teil an der Belastung der Mutterschaft und zum anderen an der Angst vor Schmerzen, weil die Wunden doch noch sehr frisch sind. Viel mehr wünschen sich Frauen in dieser Phase Zärtlichkeit und Geborgenheit - und keinen Sex.

 

Vater werden ist nicht einfach. Hier ist viel Rücksichtnahme und Verzicht gefordert. Dennoch sollten sich die Männer ihrer Bedürfnisse bewusst werden und diese auch äußern.

 


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