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Hörsturz - Infarkt im Ohr

Er kommt wie aus heiterem Himmel

Jedes Jahr erleiden etwa 15.000 Menschen in Deutschland einen Hörsturz. Eiskalt werden sie ohne jede Vorwarnung von dieser „Innenohr-Funktionsstörung mit Hörverlust" erwischt, so der medizinische Fachausdruck. Ein Hörsturz ist zwar nicht lebensgefährlich, allerdings bedeutet er eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität, denn durch die Hörminderung kommt es zu einschneidenden Veränderungen des beruflichen und privaten Lebens.

 

Die Ursachen des Hörsturzes sind noch nicht eindeutig geklärt. Die Experten sind sich aber einig, dass der Körper so auf eine Dauerbelastung mit Stress und Lärm reagiert.

 

Die Anzeichen eines Hörsturzes sind eindeutig: Innerhalb kürzester Zeit verschlechtert sich, meist einseitig, das Gehör bis hin zu Schwerhörigkeit oder gar Taubheit. Betroffene beschreiben den Zustand so, als ob Watte das Ohr verstopft. Ohrgeräusche, Druck- oder Schwindelgefühl können den Hörsturz begleiten.

 

Die Risikofaktoren für einen Hörsturz ähneln denen, die auch einen Schlaganfall oder Herzinfarkt auslösen können: Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes (Zuckerkrankheit), Rauchen. Besonders gefährdet sind Menschen, die ständig unter körperlicher und geistiger Hochspannung stehen und mit dieser Belastung nicht richtig umgehen können. Menschen, die ihre Aufgaben stets mehr als hundertprozentig erfüllen wollen, immer für andere da sind, dabei selten an sich denken und nicht nein sagen können sind das ideale „Opfer".

 

Vorbeugen ist aber möglich. Egal, ob wir schlafen oder wach sind, das Ohr ist immer im Einsatz und kann nicht „abgeschaltet" werden. Daher ist es wichtig, das ruhelose Sinnesorgan vor Überforderung zu schützen. Dabei sollte man darauf achten, dass das Ohr nicht permanent beschallt wird. Bei lautem Maschinenlärm ist das Ohr auf jeden Fall zu schützen. Diskomusik und die lautstarke Berieselung durch den Walkman sind tabu. Eine wichtige Rolle spielt der richtige Umgang mit Stress. Wer nicht für ausreichend Entspannung sorgt, tut seinem Körper nichts Gutes. Das Erlernen von Entspannungstechniken (wir beteiligen uns an den Kosten - bitte fragen Sie uns danach) kann hier genau so weiterhelfen wie die Änderung der Lebensweise.

 

Im Falle eines Hörsturzes sollte möglichst innerhalb von 24 Stunden eine intensive Behandlung beginnen. Daher ist es wichtig, bei den eingangs geschilderten Symptomen sofort zum Arzt zu gehen. Je früher die Therapie startet, desto besser sind die Heilungschancen. Zur Therapie gehören Ruhe, Rauchverbot, Maßhalten beim Essen und bei Alkohol sowie Medikamente.

 

Weitere Informationen unter http://www.tinnitus-liga.de/

 

 

 

Quelle: BKK-Bundesverband


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