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Fit im Kopf

Training für die grauen Zellen

Das Gedächtnis von Kindern arbeitet auf Hochtouren - verlässlich und schnell. Beim „Memory"-Spielen sind sie unschlagbar. Die Zahl ihrer Nervenzellen und Verbindungen wachsen noch ernorm und stetig. Da kommen Erwachsene nicht mit, denn die Merkfähigkeit lässt spätestens ab dem 30. Lebensjahr nach. Aber wer sein Gedächtnis zeitlebens fordert und trainiert, kann bis ins hohe Alter fit bleiben. Ob sich damit Demenzerkrankungen verhindern lassen, ist nicht bewiesen. Heute weiß man aber, dass sich auch im Gehirn eines Erwachsenen noch Nervenzellen neu bilden und damit auch neue Verknüpfungen entstehen. Durch ein gezieltes Gedächtnistraining lässt sich die altersbedingte Abnahme der Erinnerungs- und Lernfähigkeit aufhalten und sogar rückgängig machen.

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie gelegentlich etwas vergessen: Das ist völlig normal. Doch das ständige Vergessen von Namen und wichtigen Terminen oder das Verlegen von Gegenständen kann zur Belastung werden und die Lebensqualität einschränken. Ob jünger oder älter - ein gut funktionierendes Gehirn ist unverzichtbar. Unser Gehirn ist unentwegt im Einsatz. Es dirigiert und vernetzt geistige, seelische und körperliche Abläufe. Damit es nicht aus dem Arbeitsrhythmus gerät, müssen wir uns körperlich und geistig fit halten.

 

Gehirnjogging

 

Nur zehn Minuten Training pro Tag helfen dem Gedächtnis auf die Sprünge. Zum Thema „Gehirnjogging" gibt es zahlreiche Angebote und Übungsanleitungen im Buchhandel und auch im Internet.

Gehirnjogging macht Spaß, ist einfach und von jedem durchführbar: Wenn das Gehirn unterfordert ist, verhilft das Training zu richtiger Anregung, ist es überlastet, kann Gehirnjogging zur Entspannung beitragen.

Eine offene und wissbegierige Lebenseinstellung ist ebenso wichtig wie das Training. „Geistig aktiv sein", so lautet das Zauberwort für ein leistungsfähiges Gehirn. Bleiben Sie aufgeschlossen für Neues, denn Ihr Kopf braucht ständig Herausforderungen, um optimal arbeiten zu können. Gewohnheiten lassen ihn ermüden, denn die kleinen grauen Zellen müssen sich nicht mehr anstrengen, wenn alles nach dem gleichen Schema läuft. Immer, wenn etwas anders gemacht wird als gewohnt - wenn der Automatismus unterbrochen wird - bilden sich neue neuronale Verbindungen im Gehirn und Ihr Gehirn lernt. Lassen Sie sich besonders im Alter auf vielfältige Weise anregen: Gehen Sie Ihren Hobbys nach, tauschen Sie sich mit anderen Menschen aus und nutzen Sie zahlreiche Möglichkeiten, das Gedächtnis fit zu halten. Gut geeignet sind z. B. Kreuzworträtsel, Brett- und Kartenspiele. Nicht geeignet ist stundenlanges Fernsehen, denn dadurch wird das Gehirn zur Untätigkeit gezwungen. Fernsehen wirkt geradezu hypnotisierend und übt eine zusätzlich einschläfernde Wirkung auf das Gehirn aus. Wenn Sie kein spezielles Gedächtnistraining in Ihren Alltag einplanen möchten, können Sie Ihre grauen Zellen auch mit selbst gemachten Aufgaben auf Trab halten. Zu den einfachsten Varianten gehört das Merken von Telefonnummern, Namen und Geburtstagen sowie Einkaufslisten. Trainieren können Sie überall. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

 

Das Gedächtnis überlisten

 

Den meisten Gedächtnistricks liegt das Prinzip einer bildhaften Vorstellung zu Grunde. Füllen Sie einfach eine abstrakte Zahl oder ein abstraktes Wort mit Inhalt und Bedeutung: Da unser Gedächtnis Bilder und Inhalte einfacher abspeichert, kann man sich besser erinnern. Oft beklagt wird ein schlechtes Namensgedächtnis. Verknüpfen Sie Namen mit einer Vorstellung. Bei Frau Kleemund denken Sie an das Kleeblatt und Herr Feldmann erinnert Sie an einen Landwirt. Folgen Sie am besten immer Ihrer ersten Eingebung. Im persönlichen Kontakt sprechen Sie Ihr Gegenüber häufiger mit seinem Namen an.

Einkaufslisten kann man sich gut merken, wenn die einzelnen Posten an markanten Punkten in der Wohnung platziert werden, z. B. der Getränkekasten im Keller oder der Schreibblock in der Schublade Ihres Schreibtisches. Auch Zahlen lassen sich besser merken, wenn man sie mit einem Wort verknüpft.

Das Gehirn arbeitet deutlich besser, wenn es optimal versorgt wird. Es verbraucht 20 bis 30 Prozent des gesamten Energiebedarfs des Körpers. Da es selbst keine Energie speichern kann, ist es auf eine regelmäßige Zufuhr angewiesen. Dafür eignen sich Nahrungsmittel, die Kohlenhydrate enthalten, wie Obst, Gemüse, Kartoffeln und Vollkornbrot.

Bewegung an der frischen Luft bringt Schwung in die grauen Zellen, denn Konzentration erfordert eine gute Sauerstoffversorgung. Bewegung ist nicht nur gut für das Herz-Kreislauf-System, auch das Gehirn profitiert von einer guten Durchblutung.

 


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