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Aids
Wichtige Informationen zum Thema Aids
Unter dem Begriff Aids ist die Infektion mit dem HIV (Humanes Immundefizienz-Virus) seit 1981 bekannt. Die Zahl der Erkrankten ist seitdem stark angestiegen. Mehr als 42 Millionen Menschen haben sich seither weltweit mit HIV angesteckt, 25 Millionen Menschen sind bereits daran gestorben.
Alle zehn Minuten steckt sich heute ein Mensch mit HIV an. Ein Heilmittel oder Impfstoff wurde bisher noch nicht entwickelt und es ist unwahrscheinlich, dass sich in den nächsten Jahren ein solches findet. Die Behandlungsmöglichkeiten haben sich jedoch stark verbessert. Erkrankte haben eine längere Lebenserwartung als früher, der Krankheitsverlauf endet trotzdem immer noch tödlich.
Der einfachste und sicherste Schutz vor HIV und Aids ist weit bekannt: Kondome.
HIV oder Aids - wo ist der Unterschied?
Unter dem Begriff Aids ist die Infektionskrankheit HIV weitläufig bekannt. Dabei ist Aids und HIV nicht das Gleiche. Bevor die Erkrankung Aids auftritt, findet zunächst die Infektion mit HIV statt. Medikamente können den Ausbruch von Aids mittlerweile lange hinauszögern. Wer sich jedoch einmal mit HIV angesteckt hat, wird unweigerlich an Aids erkranken.
Das HI-Virus befällt unser Immunsystem und zerstört es schrittweise. Es setzt sich in den Abwehrzellen fest und setzt diese außer Funktion. So kann das körpereigene Abwehrsystem das Virus nicht aus dem Körper entfernen.
Nach der Infizierung mit HIV können bis zum Ausbruch der Erkrankung Aids viele Jahre vergehen. Im Laufe der Jahre wird das Immunsystem immer mehr geschwächt, bis es schließlich zum Ausbruch von Aids kommt. Aids schwächt die körpereigene Abwehr zunehmend. Das Immunsystem kann auch harmlose Krankheitserreger nicht mehr abwehren und der Körper wird anfällig für viele Krankheiten wie zum Beispiel Lungenentzündung oder Krebs. Diese Erkrankungen führen schließlich zum Tode.
Wie bemerkt man eine HIV-Infektion?
Direkt nach einer Ansteckung mit HIV kann es zu Krankheitssymptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen kommen. Sie sind jedoch vorübergehend und treten nicht bei allen Betroffenen auf. Viele an HIV erkrankte Menschen leben jahrelang beschwerdefrei. Die Erkrankung ist nicht spürbar und wird daher nicht auffällig. Doch auch in diesem Stadium ist die Krankheit ansteckend für andere Menschen. Nachweisen lässt sich eine HIV-Infektion nur durch eine Laboruntersuchung des Blutes.
Wie steckt man sich an?
Das größte Ansteckungsrisiko für HIV ist ungeschützter Geschlechtsverkehr. Schon ein einziges Mal reicht aus, um sich anzustecken.
Die HI-Viren werden über infiziertes Blut, Scheiden- und Samenflüssigkeit übertragen, wenn diese in Kontakt mit Schleimhäuten kommen und so in die Blutbahn eindringen. Besonders über analen, vaginalen und oralen Sex können die virushaltigen Körperflüssigkeiten übertragen werden.
Eine weitere Übertragungsmöglichkeit ist der gemeinsame Gebrauch von Spritzen (meist bei Drogenabhängigen). Infizierte Mütter können das Virus während der Schwangerschaft oder beim Stillen auf ihr Kind übertragen. Das Ansteckungsrisiko bei Bluttransfusionen ist heute minimal, da Spenderblut auf HIV untersucht wird.
HIV wird nicht per Tröpfcheninfektion übertragen wie zum Beispiel Grippeviren. Beim alltäglichen Umgang mit Erkrankten besteht also kein Risiko. Eine Ansteckungsgefahr über Speichel beim Küssen und Anhusten oder über Körperkontakt besteht nicht. Das Ansteckungsrisiko über offene Wunden oder Hautverletzungen ist sehr gering.
Wie schützt man sich?
Der einfachste und wirksamste Schutz vor der Ansteckung mit HIV ist der geschützte Geschlechtsverkehr mit Kondom, auch Safer Sex genannt. Dabei kommen Samen-, Scheidenflüssigkeit und Blut nicht mit den Schleimhäuten des Partners in Kontakt. Nebenbei schützen Kondome auch noch vor vielen anderen Geschlechtskrankheiten und verhüten ungewollte Schwangerschaften.
Beim oralen Geschlechtsverkehr muss man beachten, dass das Sperma nicht in den Mund des Partners gelangt und dort mit den Schleimhäuten in Kontakt gerät. Auch dabei ist der sicherste Weg der Safer Sex.
Absoluten Schutz vor einer HIV-Infektion gibt es nur bei sexueller Enthaltsamkeit oder in einer treuen Partnerschaft, in der beide Partner nicht infiziert sind.
Safer Sex
Safer Sex ist der sicherste und einfachste Weg, eine Ansteckung mit HIV zu vermeiden. Doch vielen Jugendlichen ist das Thema peinlich und sie trauen sich nicht, das Thema Safer Sex in der Beziehung anzusprechen. Man sollte jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass man die HIV-Infektion niemandem ansehen kann. Auf das Kondom sollte man beim Sex nicht verzichten. Kondome kann man fast überall kaufen zum Beispiel in Supermärkten, Drogerien, Apotheken oder auch an Automaten in Kneipen und Diskotheken. Ihre Anwendung ist einfach und hat keinerlei Nebenwirkungen.
Der HIV-Test
Nach der Infektion mit HIV bildet der Körper nach einigen Wochen Antikörper gegen das Virus. Bei einem HIV-Test wird das Blut auf diese Antikörper untersucht. Haben sich welche gebildet (positiv), hat sich das Virus im Körper ausgebreitet.
Ein eindeutiges Ergebnis kann der Test erst drei Monate nach der letzten Ansteckungsgefahr bringen, denn es dauert drei bis zwölf Wochen, bis sich die Antikörper nach der Ansteckung mit der Infektion im Blut bilden.
Bei einem zunächst positiven Ergebnis wird immer ein zweiter Suchtest durchgeführt, um das Resultat absolut sicher zu bestätigen, bevor es der getesteten Person mitgeteilt wird. Aber auch auf einem negativen Testergebnis kann man sich nicht ausruhen. Das Ansteckungsrisiko verringert sich durch den Test nicht. Man sollte also weiterhin Wert auf Safer Sex legen.
Den HIV-Test kann man im Gesundheitsamt, bei Aids-Beratungsstellen oder bei einem niedergelassenen Arzt durchführen lassen. Die Aids-Hilfe bietet Beratung zum Test und eine Nachbetreuung an, die vor allem bei einem positiven Testergebnis wichtig ist.
HIV positiv - was nun?
Ein positives HIV-Testergebnis verändert das Leben grundlegend. Die Krankheit ist bisher nicht heilbar. Um den Ausbruch von Aids herauszuzögern, müssen die Erkrankten ihre Lebensweise komplett umstellen. Einmal infiziert, bleiben sie ihr Leben lang ansteckend für andere Menschen. Ein positives Testergebnis stellt zunächst einen Schock für die Betroffenen dar. Aids-Beratunsgstellen und die Aids-Hilfe bieten persönliche Beratung an.
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:
Informationen zu verschiedenen Aspekten und Themen rund um AIDS und HIV.
http://www.bzga.de/service/beratungsstellen/aids/
http://www.gib-aids-keine-chance.de/beratung/index.php
Deutsche Aidshilfe:
Die Deutsche AIDS Hilfe ist der Dachverband der örtlichen AIDS-Hilfen. Tipps und Anregungen für Menschen mit HIV
Service, Kontakt und Hilfe
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