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Laufende Nase, tränende Augen:
Was tun bei Heuschnupfen?
Jedes Jahr das gleiche Spiel: juckende, tränende Augen, laufende Nase, Atemnot, Kopfschmerzen. Wenn diese Symptome massenhaft auftreten, ist Heuschnupfenzeit. Sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden jedes Jahr unter dieser Form des allergischen Schnupfens. Die häufigste allergische Erkrankung trägt ihren Namen allerdings zu Unrecht: Sie macht sich nicht nur zur Heuernte bemerkbar, sondern den ganzen Frühling und Sommer über.
Schuld am Heuschnupfen ist der Blütenstaub (Pollen) von Bäumen, Sträuchern, Gräsern und Getreide, der durch die Luft schwirrt. Jeder Mensch atmet täglich 4.000 bis 8.000 feinste Pollenkörner ein - für einen Allergiker sind bereits 50 zu viel. Ein Pollenflugkalender gibt an, wann welche Pflanzen blühen und ist daher für Allergiker ein unverzichtbares Hilfsmittel.
Wer eine Überempfindlichkeit der Schleimhäute und der Haut hat, bekommt Heuschnupfen. Diese Überempfindlichkeit kann sogar so weit gehen, dass man an allergischem Asthma leidet. Diese Erkrankung äußert sich als anfallsartige Atemnot und beruht auf einer Behinderung des Ausatmens. Ursache hierfür ist eine entzündliche Verengung der Atemwege, oftmals ausgelöst durch Allergene wie Pollen, Tierhaare, Hausstaub, Medikamente, Nahrungsmittel oder Schimmelpilzsporen. Übrigens kann allergischer Schnupfen auch das ganze Jahr über andauern, so dass mit dem Ende der Pollensaison noch längst nicht die Beschwerden abklingen.
Pollenflugkalender
Heuschnupfen wird üblicherweise mit so genannten Antihistaminika (Arzneimittel gegen allergische Reaktionen) behandelt, z.B. mit Nasensprays, Augentropfen oder auch Tabletten. Eine weitere Möglichkeit bietet die Hyposensibilisierung. Grundgedanke dieser Therapie ist es, den Betroffenen für das Allergen unempfindlich zu machen. Dabei wird ihm das Allergen regelmäßig über einen längeren Zeitraum und in steigender Dosis gespritzt. Bei vielen Patienten nimmt die allergische Reaktion stark ab, bei manchen verschwindet sie sogar ganz. Selbstverständlich übernehmen wir die Kosten dieser Therapie, bitte wenden Sie sich bei Fragen an Ihr BKK-Kundencenter.
Selbsthilfe für Pollen-Allergiker
Allergene, die über die Luft aufgenommen werden, lassen sich nur schwer ganz ausschalten. Einige Maßnahmen können jedoch Erleichterung bringen:
- Eine (Sonnen-)Brille verhindert, dass die Pollenkörner in die Augenschleimhaut gelangen.
- An Tagen mit hoher Pollenbelastung sollten sich Allergiker möglichst viel im Haus aufhalten.
- Duschen vor dem Schlafengehen verhindert, dass Pollen, die sich in den Haaren festgesetzt haben, eingeatmet werden.
- Schlafen Sie bei geschlossenem Fenster.
- Verzichten Sie aufs Rauchen, denn Nikotin greift die Schleimhäute an.
- Vermeiden Sie scharfe Putzmittel oder andere intensive Geruchsstoffe.
- Lüften Sie, wenn der Pollenflug am geringsten ist: In der Stadt morgens zwischen 6 und 8 Uhr, auf dem Land abends zwischen 19 und 24 Uhr.
- Tipp für die Urlaubsplanung: Pollenarme Luft findet sich auf Inseln, am Meer und in Hochgebirgslagen.
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