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BKK oder privat versichert?

Private Zusatzversicherungen können sinnvolle Ergänzung unserer Leistungen sein

Seit einiger Zeit dürfen wir als gesetzliche Krankenkasse entsprechende Zusatzangebote vermitteln. Wer allerdings mit dem Gedanken spielt, der gesetzlichen Krankenversicherung grundsätzlich den Rücken zu kehren, sollte sich diese Entscheidung wohl überlegen. Denn wer in die private Krankenversicherung (PKV) wechselt, trifft eine Entscheidung mit vielen Unwägbarkeiten.

 

Die Bezahlbarkeit der PKV-Prämien hängt nämlich ganz klar vom Lebensverlauf ab: Sind Sie verheiratet? Haben Sie Kinder? Ist Ihr Ehepartner dauernd erwerbstätig? Sind Sie berufsunfähig? Wie gesund sind Sie?

 

Bei unserer BKK ist von vornherein klar, dass die Beiträge dauerhaft bezahlbar bleiben - bis ans Lebensende. Denn die Höhe richtet sich - gemäß des Solidaritätsprinzips - nach Ihrem Einkommen. Wer wenig verdient, zahlt niedrige Beiträge, wer mehr verdient, zahlt entsprechend mehr. Und das auch nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Was Sie darüber hinaus verdienen, bleibt beitragsfrei. Ihre Familienangehörigen sind in der Regel beitragsfrei mitversichert.

 

PKV-Prämien dagegen können bis zur Unbezahlbarkeit steigen. Es gibt Fälle, in denen die Prämien für Ehepaare in 45 Jahren um das 60fache gestiegen sind!

 

Und wo wir gerade beim Geld sind: Nachdem es inzwischen die erste „Pleite" einer Lebensversicherung gegeben hat, hat auch die PKV reagiert und einen Hilfsfonds gegründet, um auf eine eventuelle Zahlungsunfähigkeit vorbereitet zu sein. Übrigens haben die Lebensversicherer aufgrund der anhaltenden Schwäche am Kapital- und Aktienmarkt ihren garantierten Zinssatz gesenkt. Die Folgen dieser schlechten Rahmenbedingungen wird auch die PKV zu spüren bekommen.

 

"Extra zahlen" ist in der PKV übrigens der Normalfall. Sie schließen ein minimales Leistungspaket ab. Jede weitergehende Leistung kaufen Sie zusätzlich ein. Risikozuschläge und sogar Leistungsausschlüsse müssen Sie einkalkulieren.

 

Bitte bedenken Sie auch, dass ein Wechsel in die PKV eine Entscheidung von ungeahnter Tragweite ist: Eine Rückkehr zu unserer BKK und damit in die Solidargemeinschaft ist so gut wie ausgeschlossen. Das haben schon viele von der PKV Enttäuschte bitter bereut.


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