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EHEC-Infektion: Was ist zu beachten?

Hygieneregeln bieten Schutz

Das aggressive Darmbakterium EHEC (= enterohämorrhagische Escherichia coli) sorgt zurzeit für auffällig viele Erkrankungen mit zum Teil sehr schwerem und auch tödlichem Verlauf. Bundesweit müssen zahlreiche Menschen intensivmedizinisch betreut werden. Täglich werden neue Infektionen gemeldet und Verdachtsfälle registriert. Ungewöhnlich ist laut Robert Koch-Institut (RKI), dass von dem Darmkeim vor allem Erwachsene und in erster Linie Frauen betroffen sind. Die von offiziellen Stellen ausgegebene Verzehrwarnung für Gurken, Tomaten und Salat wurde inzwischen aufgehoben, Sprossen sind dagegen noch Gegenstand von Untersuchungen. Natürlich gilt weiterhin, rohes Gemüse und Obst vor dem Essen gründlich zu waschen.

 

Einfache Hygieneregeln

Wichtig ist, die üblichen Verhaltensregeln einzuhalten:

 

  • Nach Tier- und Bodenkontakten Finger nicht in den Mund stecken
  • Rohes Fleisch und leicht verderbliche Lebensmittel im Kühlschrank lagern
  • Beim Kochen Lebensmittel mindestens zehn Minuten auf 70 Grad erhitzen, um Bakterien abzutöten
  • Bretter, Geschirr und Besteck gründlich spülen
  • Hände waschen vor der Zubereitung von Mahlzeiten, vor dem Essen, nach jedem Toilettengang, nach dem Kontakt mit Tieren

 

Die EHEC-Infektion

Das erste Anzeichen für eine EHEC-Erkrankung ist ein wässriger Durchfall, der von Übelkeit und Erbrechen begleitet wird. In schweren Fällen kommt es zu krampfhaften Bauchschmerzen, Blut im Stuhl und Fieber. Der EHEC-Erreger ist seit den achtziger Jahren bekannt. Der Erreger ist hochgiftig und zerstört Darm- und Nervenzellen. In besonders schlimmen Fällen werden die Innenwände der Blutgefäße in den Nieren geschädigt. Unbehandelt oder zu spät erkannt kann das Bakterium tödlich wirken. Die Opfer sterben an Nierenversagen und Harnvergiftung. Gut die Hälfte der Überlebenden erleiden schwere Nieren- und Nervenschäden.

 

Der EHEC-Erreger wird nicht durch eine Tröpfcheninfektion, wie zum Beispiel bei einer Erkältung, übertragen, sondern wird im direkten Kontakt mit Infizierten oder dem Bakterium weitergegeben. Eine Ansteckungsgefahr besteht, solange EHEC-Bakterien im Stuhl nachgewiesen werden. Die Inkubationszeit, also der Zeitraum zwischen Ansteckung und dem Auftreten erster Krankheitszeichen, beträgt zwischen zwei und zehn Tagen, durchschnittlich liegt sie bei drei bis vier Tagen. Betroffene müssen bei den ersten Anzeichen direkt zum Arzt gehen. EHEC-Erkrankte müssen viel trinken, um den Flüssigkeits- und Salzverlust auszugleichen. Durch Hygiene lässt sich das Risiko einer Infektion deutlich einschränken.

 

Weitere Informationen sind erhältlich beim Robert Koch-Institut, www.rki.de

bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, www.bzga.de

sowie beim Bundesgesundheitsministerium, www.bmg.bund.de.


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